Montag, 22.07.2013, 07:13 Uhr, "Brand Industrie / B4", Betriebsunfall

Aus einer Umschmelzanlage war am Montagmorgen, 22.07.2013 über 700 Grad heißes, flüssiges Aluminium ausgelaufen und bahnte sich seinen Weg durch Kabelschächte und Leitungsöffnungen in die darunterliegenden Kellerräume. Dort entzündete sich gelagerte Ware sowie Ver- und Entsorgungsleitungen. Gegen 7 Uhr bemerkten Mitarbeiter das Leck in der Anlage. Daraufhin wurden die Werkfeuerwehr Gartner und die Feuerwehr Gundelfingen verständigt. Strom und Gasversorgung für die Umschmelzanlage wurden abgestellt. Im weiteren Verlauf konnten die betroffenen Räume nur noch mit Umluft unabhängigen Atemschutzgeräten betreten werden, da die  -durch das Verbrennen bzw. Verschmoren von Kabeln, Kartonagen und sonstigen Materialen- entstandenen Rauchgase in die umliegenden Hallen eindrangen.

 

Nachdem das genaue Ausmaß des Feuers unklar war und sich abzeichnete, dass eine große Anzahl von Atemschutzträgern benötigt wird, wurde die Alarmstufe erhöht. Zusätzlich wurden die umliegenden Feuerwehren, der landkreiseigene Gerätewagen Atemschutz, die Örtliche Einsatzleitung und mehrere Rettungswagen des BRK alarmiert. Aus ihren Bereitschaftsräumen wurden die Feuerwehren nach Bedarf abgerufen. Zur Sicherung gegen Brandgefahr der angrenzenden Hallenkomplexe wurden vorsorglich drei Löschwasserversorgungen aufgebaut sowie mit Hilfe der Drehleiter der FF Lauingen das Dach des Hallenkomplexes überwacht. Um eine Ausbreitung des flüssigen Aluminiums zu verhindern, wurden um die Umschmelzanlage Sandsackwälle aufgeschichtet.

Im Verlauf des Einsatzgeschehens waren insgesamt sechs Überdrucklüftern eingesetzt, damit die Kellerräume und die betroffenen Hallen rauchfrei gemacht werden konnten.

 

Der Gesamt-Einsatz, bei dem insgesamt knapp 100 Hilfskräfte vor Ort waren, dauerte ca. 10 Stunden. Die Brandwache sowie die Aufräumarbeiten, welche bereits am Nachmittag anliefen, übernahm die Werkfeuerwehr Gartner. Gegen ca. 14.45 Uhr konnten unsere Feuerwehreinsatzkräfte das Gundelfinger Fw-Gerätehaus verlassen.

Glücklicherweise wurde bei dem Betriebsunfall sowie den hiermit zusammenhängenden Hilfeleistungen niemand verletzt