Freitag, 03.08.2012, 19:02 Uhr, „Brandeinsatz B2-Person Gundelfingen“

Im Keller eines Wohnhauses in Gundelfingen kam es am 03.08.2012 zu einem Suizid. Ein 37 Jahre alter Mann begab sich in einen Kellerraum, verklebte die Tür von innen mit Klebebänder, verschloss die Fenster, startete einen Rasenmäher und entzündete zudem noch Holzkohle. Die Abgase des Gartengerätes sowie die unvollständige Verbrennung der vor sich hin glimmenden Holzkohle erzeugten im Kellerraum hochgiftiges Kohlenmonoxid, so dass der Suizident verstarb. Kohlenmonoxid (CO) ist geruchs-, farb- und geschmacklos und kann schon bei geringer Konzentration zu ernsthaften körperlichen Ausfallerscheinungen führen! Für die Person kam jede Hilfe zu spät, der Tod war schon vor Eintreffen der Hilfsorganisationen eingetreten!
 
Unsere Feuerwehr wurde um 19:02 Uhr zur Hilfeleistung alarmiert. Nach erster Erkundung wurde das gesamte Kellergeschoß sofort mittels Überdrucklüfter mit frischer Luft versorgt. Mit unserem Mehrgas-Warngerät führten wir Messungen der Schadstoffkonzentration durch, sodass die Polizei die Ermittlungen aufnehmen konnte. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienst wurden die Angehörigen durch uns betreut. Zum Fernhalten von Schaulustigen wurde der Bereich um die Einsatzstelle mit Trassenband gesichert.

Der mit dem Ulmer Rettungshubschrauber Christoph 22 für den Einsatz eingeflogene Notarzt musste an der Landestelle „Günzburger Straße / Wilhelm-Hauff-Straße“ abgeholt werden. Den Zubringerdienst erledigte des Tanklöschfahrzeug (TLF), während das Löschgruppenfahrzeug (LF 16-TS) die Landeplatzsicherung und -absperrung übernahm.

Für die weitere Betreuung der Angehörigen wurde in Abstimmung mit dem Rettungsdienst das Kriseninterventionsteam (KIT) zur Einsatzstelle hinzugezogen. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen waren wir dem Bestattungsunternehmen unterstützend behilflich, so dass dann gegen 21:00 Uhr wieder alle Einsatzfahrzeuge unserer Gundelfinger Feuerwehr am Gerätehaus zurück waren.