Donnerstag, 03.07.2014, 20:01 Uhr, "Brand Industrie / B4", Betriebsunfall

Ein Großaufgebot an Rettungs- und Einsatzkräften wurden in einen metallverarbeitenden Betrieb in die Peterswörther Straße nach Gundelfingen alarmiert. Nach Juli 2013 bereits zum zweiten Mal war durch ein Leck aus einer Umschmelzanlage über 700 Grad heißes, flüssiges Aluminium ausgelaufen und ergoss sich auf einen darunterliegenden Kabelschacht, so dass es zu einem Schmorbrand gekommen war. Gegen 20 Uhr bemerkten Mitarbeiter das Leck in der Anlage. Daraufhin wurde vorsorglich ein Großaufgebot an Einsatzkräften, die Werkfeuerwehr Gartner, die Feuerwehren Gundelfingen, Echenbrunn, Lauingen, die Feuerwehr-Kreisbrandinspektion, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) sowie mehrere Rettungswagen des Rettungsdienstes und des THW alarmiert.Der betroffenen Bereich konnte nur mit Umluft-unabhängigen Atemschutzgeräten betreten werden. Im weiteren Verlauf konnte durch Sicherungsmaßnahmen das auslaufende Aluminium gebändigt werden. Strom und Gasversorgung für die Umschmelzanlage wurden abgestellt. Der Bereich um die Halle mit der havarierten Umschmelzanlage wurde durch die Feuerwehr Gundelfingen ausgeleuchtet.

Nachdem die Anlage nach dem Leckagevorfall vom vergangen Jahr in einer eigens neu erbauten Halle wieder aufgebaut und Instand gesetzte wurde, wird ein „Baufehler“ als Ursache vermutet. Vermutlich durch diesen Ausführungsfehler, so der Geschäftsführer der Gartner-Extrusion GmbH, Herr Dr. Westheide, habe sich vermutlich eine Dehnungsfuge nicht richtig geschlossen, sodass „tropfenweise“ Aluminium ausgetreten sei. Er schätzte die ausgetretene Menge („eine Art Tropfstein“) auf circa 50 Kilogramm. Der Hilfseinsatz, bei dem insgesamt knapp 90 Hilfskräfte vor Ort waren, dauerte ca. 2,5 Stunden. Gegen ca. 22.30 Uhr konnte der Großteil der eingesetzten Hilfskräfte die Einsatzstelle verlassen. Die nächtliche Brandwache bis zum nächsten Morgen wurde durch die Werkfeuerwehr Gartner übernommen. Glücklicherweise wurde bei dem Betriebsunfall sowie den hiermit zusammenhängenden Hilfeleistungen niemand verletzt. Abschließend wurde durch Dr. Westheide zusammengefasst: „…nur geringer Sachschaden, aber ärgerlicher Produktionsausfall…“