Donnerstag, 21.07.2016, 09:55 "B3- Brand-unklare Lage"

Glück im Unglück hatte am Donnerstagvormittag, 21.07.2016 ein 29-jähriger Mann in Gundelfingen. Aus dem Polizeibericht ist zu entnehmen, dass er gegen 9.45 Uhr damit beschäftigt war, an der Grundstücksgrenze zur evangelischen Kirche die Aussteifung für ein Metalltor zu setzen. Er bohrte dazu ein Loch in die Erde, rammte einen etwa einen Meter langen Erdanker hinein und traf hierbei versehentlich, und ohne es zunächst zu bemerken, eine Gasleitung, ø125mm. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es anschließend an der

gleichen Stelle infolge von Trennschleifarbeiten des 29-Jährigen durch Funkenflug und das austretende Gas zu einer Verpuffung bzw. kleineren Explosion. Der Arbeiter zog sich dabei leichtere Brandverletzungen an der Hand zu. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Unsere Freiwillige Feuerwehr Gundelfingen wurde um 9.54 Uhr mit dem Alarmstichwort „B3 – Unklare Rauchentwicklung“ zu der Schadensstelle alarmiert. Mit KdoW, HLF, TLF und 14 Feuerwehrdienstleistenden fuhren wir die Einsatzstelle an. Durch den Schadensverursacher wurden wir über das Vorgefallene informiert und dass sich die aus dem Boden züngelnden Flammen nicht ablöschen lassen, da er beim Einschlagen des Erdspießes vermutlich eine Gasleitung getroffen hat. Während unserer Messungen mittels Multi-Gas-Monitor wurde als Erstmaßnahme die betroffene Örtlichkeit im Umkreis von ca. 50 Meter mit Trassenband abgesperrt, dies betraf Teile der Parkplatzflächen sowie der Straße „Spitalgarten“.

Über die ILS wurde das zuständige Energieversorgungsunternehmen (EVU) verständigt. Als vorbereitende Abwehrmaßnahme brachten wir von unserem HLF eine Löschwasserversorgung mit Schaum und Pulverlöscher in Bereitschafft! Bis zum Eintreffen der EVU-Mitarbeiter wurden die in unmittelbarer Nähe der Brandstelle abgestellten / geparkten Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich geschoben.

Den Gasbrand ließen wir kontrolliert weiter brennen - so konnte gewährleistet werden, dass das Gas sich nicht unkontrolliert ausbreitete. Kontinuierlich wurde im Absperrbereich die Gaskonzentration gemessen - diese lag jedoch stets weit unterhalb der UEG. Gegen ca. 11.15 Uhr konnten wir das TLF aus dem Einsatzgeschehen herauslösen. Nach Eintreffen der zuständigen Gasmonteure der EnBW ODR wurde, in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt Gundelfingen, vor und hinter der Brandstelle die Gasleitung freigelegt und gequetscht, so dass die Gasflamme ausbrennen konnte. Danach konnte die Leckage bzw. die

beschädigte Gasleitung freigegraben und die Leitung durch die Monteure Instand gesetzt werden. Während der Arbeiten an der Gasleitung waren einige Gundelfinger Haushalte vorübergehend ohne Gas.

Nach Übergabe der Einsatzstelle an das EVU waren gegen ca. 13.15 Uhr unsere Feuerwehreinsatzkräfte gesamtheitlich einsatzbereit im Gerätehaus zurück.