Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen a.d. Donau am 12.02.2016

Gundelfingen (him). Am 12.02.2016 wurde die Dienst- und Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr durch Vorstand Uwe Hartshauser eröffnet. Nach dem Totengedenken verlas Schriftführerin Magdalena Hirsch das Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung.

Vorstand Uwe Hartshauser gibt in seinem Bericht einen Überblick über die Mitgliederzahlen und die Veränderungen innerhalb der Vorstandschaft, sowie über die Umsetzung bezüglich der vom Gesetzgeber erneuerten Jugendschutzbestimmungen. Im Zuge seines Rückblicks berichtet Hartshauser von den zahlreichen Veranstaltungen des Vereins im abgelaufenen Jahr. Vereinshöhepunkte aus 2015 bildeten die traditionelle Vatertagwanderung, die Radtour durchs Eselsburger Tal, sowie das Hüttenwochenende in Elbigenalp. Neben diesen traditionellen Aktivitäten fand auch wieder ein Oktoberfest im Bleichestadel statt, bei dem wieder einmal bestens für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Den Abschluss des Vereinsjahres bildete traditionell der Kameradschaftsabend. Sein Dank gilt der Vorstandschaft, allen Mitgliedern, Helfer und Gönnern des Vereins für die gute Zusammenarbeit - zum Abschluss seines Berichtes gibt er einen Ausblick auf das kommende Vereinsjahr.

In seinem Tätigkeitsbericht informiert Kommandant Michael Hirsch mittels bebilderter Präsentation in Streifzügen über Interessantes aus 2015 als Beleg dafür, dass sich die Gundelfinger Bürger auf ihre Feuerwehr verlassen können: Wenn es „brennt“, ist die Freiwillige Feuerwehr Gundelfingen schnell zur Stelle und leistet kompetente Hilfe - und das nicht nur beim Brandschutz. Schließlich entfällt der Großteil der Einsätze auf Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Unwettern und anderen Notfällen. Ohne die Floriansjünger würde das Rettungswesen in Gundelfingen nicht so reibungslos funktionieren, wie die Bürger es gewohnt sind. Im vergangenen Jahr wurden bei insgesamt 88 Einsätzen (41 Technische Hilfeleistungen, 15 Brandeinsätze, zehn Fehlalarmierungen sowie 22 Absperrdienste, Sicherheitswachen und sonstige Hilfeleistungen) circa 2.382 Stunden ehrenamtlich Einsatzdienst von den 58 Aktiven, 6 Frauen und 52 Männer, geleistet. Nebenbei fielen für zahlreiche Übungen, Aus- und Weiterbildungen noch 2.473 Stunden an, sodass 2015 mit insgesamt 4.855 freiwillig geleisteten Stunden wieder einmal zeigt wie unermüdlich sich die Gundelfinger Feuerwehr zum Wohle der Gemeinschaft einsetzte. Nach seinem ausführlichen Bericht gibt Michael Hirsch einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2016, in welchem unter anderem die Einführung des Digitalfunks, die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans, sowie die Indienststellung der neuen Drehleiter stattfinden soll. Am Ende blickt Michael Hirsch auf seine ablaufende Amtszeit als Kommandant der Gundelfinger Feuerwehr zurück und lässt diese 12 Jahre in einer kurzen Zusammenfassung noch einmal Revue passieren. Er bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden, sowie deren Angehörigen für den unermüdlichen Einsatz, die allzeit gute und loyale Zusammenarbeit und Unterstützung sowie für das gemeinsam Geleistete und Erlebte. Für eine weitere Amtsperiode stehe er nicht zu Verfügung und überlasse somit seinem Nachfolger die für ihn schönste und interessanteste Funktionsstelle der Feuerwehr. Ebenso übergebe er eine tolle, gut ausgebildete, tatkräftige und zuverlässige Aktivenmannschaft, auf die er sehr stolz ist und wünscht seinem Amtsnachfolger interessante und schöne Jahre, aber auch Einfühlungsvermögen, Geduld, Objektivität und auch ein Quäntchen Glück, das jeder brauche.

Jugendwart Tony Horsch verliest den Tätigkeitsbericht über die letztjährige Jugendarbeit. Er betont, dass das Engagement der zwischenzeitlich 20 Jugendlichen und deren Übungsbeteiligung besondere Anerkennung verdienen. Für engagierte und zuverlässige Übungsteilnahme wurde Jan Übelhör hervorgehoben. Besondere Erwähnung verdient die Nachwuchswerbung, die, nach einer langen Phase der Vorbereitung, in Zusammenarbeit mit der Stadt Gundelfingen und der Mittelschule Gundelfingen, die erwünschte Resonanz lieferte. Darüber hinaus konnte die Jugendfeuerwehr, aufgrund der erfolgreichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, mit einem Preis der Raiffeisen – Volksbank Donau Mindel ausgezeichnet werden. Als Highlights erwähnte er den Wissenstest, das alljährliche Zeltlager, die zahlreichen Übungseinsätze sowie den Berufsfeuerwehrtag, bei dem unter anderem eine gemeinsame Einsatzübung mit den umliegenden Jugendfeuerwehren durchgeführt wurde. Abschließend dankte er den beiden Kommandanten, den Maschinisten, allen Helfern sowie dem Gerätewart, die allesamt tatkräftig dazu beitragen konnten, dass die Jugendlichen bestens auf die aktive Feuerwehrtätigkeit vorbereitet werden.

Nachdem den Anwesenden ein sorgfältig ausgearbeiteter Kassenbericht von Kassenwart Michael Ochs vorgetragen wurde, wird auf Antrag der Kassenprüfer Joseph Henkel und Christian Ranftler die Vorstandschaft von der Mitgliederversammlung entlastet.

Kreisbrandmeister Klemens Kleiber zeigt sich sichtlich begeistert von der starken Jugendgruppe. In seiner Rede bedankt er sich beim Führungsstab der Gundelfinger Feuerwehr für die ganzjährig gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Zudem sei die Gundelfinger Feuerwehr, als professionell ausgebildete Wehr, auch immer eine gute Adresse bei Schulungs-, Weiterbildungsmaßnahmen und als Ausbildungsort. Die Stadt Gundelfingen sowie auch die gesamte Bevölkerung Gundelfingens kann und muss auf die Mitglieder ihrer Feuerwehr stolz sein. Er dankte auch im Namen der Kreisbrandinspektion für die gute Zusammenarbeit sowie den ganzjährigen Einsatz der Gundelfinger Feuerwehr. Anschließend überreichte er Michael Wohlhüter, Nicole Seeßle, Wolfgang Baur und Manuel Hördegen die Besitzurkunde für das erfolgreiche Ablegen aller Prüfungen der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ und dankt auch der Stadt Gundelfingen für die Bereitstellung der finanziellen Mittel und bei allen Kameraden der Gundelfinger Feuerwehr für das tolle Miteinander. Er wünscht weiterhin eine erfolgreiche Jugendarbeit, die auch als Aushängeschild im Landkreis Dillingen gesehen werden darf, sowie deren hoffentlich zahlreichen Übertritt in die aktive Wehr. Abschließend gilt sein besonderer Dank dem langjährigen Kommandanten Michael Hirsch, mit dessen Amtszeit auch eine Ära endet, in der er sich durch vielfältiges Aufgabengebiet Respekt und Anerkennung verdient hat.

Bei den durchgeführten Neuwahlen wurden mit großer Mehrheit Michael Wohlhüter zum neuen ersten Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen und Florian Grethlein zu seinem Stellvertreter gewählt. Der Feuerwehrverein erhält mit Tobias Tuschke einen neuen 2. Vereinsvorstand und mit Thomas Seifried einen neuen Schriftführer. Christian Ranftler und Josef Henkel werden in ihren Ämtern als Kassenprüfer bestätigt.

Als erste Amtshandlung dankt Michael Wohlhüter seinem Vorgänger, Kamerad und Freund Michael Hirsch in einer kurzen Rede. Seiner jahrelangen Arbeit gebührt größter Respekt, da er sehr viel Zeit und Energie investiert hat und in seiner Rolle als Kommandant aufblühen konnte. Als besonderer Dank konnte Wohlhüter den scheidenden Kommandanten das Ehrenkreuz in Silber, eine Auszeichnung vom LFV Bayern verleihen und befördert ihn als Anerkennung zum Oberbrandmeister. Michael Hirsch ist somit aktuell ranghöchster aktiver Dienstgrad der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen. Auch Uwe Hartshauser dankt Michael Hirsch im Namen der Vorstandschaft und überreichte ihm ein Präsent für die stets kooperative, gute Zusammenarbeit und ganzjährige Unterstützung.

In seinen Grußworten zeigte sich Bürgermeister Franz Kukla beeindruckt von den auch in 2015 hohen Stundenzahlen, die die Feuerwehrdienstleistenden zu bewältigen hatten und bedankt sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr Gundelfingen. Auch wenn die Einsatzzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sei, so seien die Schwierigkeiten gleichbleibend. Die Vielfalt der Einsätze sei mit einer enormen Belastung für den Kommandanten verbunden, da er sich immer die Frage stellen muss, ob die Kameradinnen und Kameraden in der Lage sind, Hilfe zu leisten. Man verlangt ihnen das Höchste ab, denn das Leben der zu rettenden Menschen hängt am seidenen Faden des Könnens der Gundelfinger Feuerwehrler Sein besonderer Dank gilt dem langjährigen Kommandanten Michael Hirsch, der mit Stolz sagen kann, dass er in den 12 Jahren seiner Amtszeit maßgeblich dazu beigetragen hat, dass diese hohe Qualität der Gundelfinger Feuerwehr erreicht werden konnte. Kukla betont, dass Michael Hirsch für seine Mannschaft und auch für die gesamte Stadt Gundelfingen viel geleistet hat und bedankt sich im Namen der Stadt Gundelfingen mit einem kleinen Präsent. Gleichzeitig wünscht er dem Nachfolgerteam Michael Wohlhüter und Florian Grethlein ein glückliches Händchen in ihren neuen Aufgabengebieten. Die Gundelfinger Feuerwehr ist eine unverzichtbare Einrichtung der Stadt und aus dem Stadtleben nicht wegzudenken. Ihre Einsätze bei Bränden, Hilfeleistungen, Sicherheitswachdiensten und anderen Anlässen zeigen, dass eine Feuerwehr dringend gebraucht wird und deshalb auch für die Zukunft eine modern ausgestattete Feuerwehr erforderlich ist. Man muss also einen erfolgsorientierten und nachhaltigen Lösungsweg finden, mit dem beide Seiten zufrieden sind. Bürgermeister Kukla betont, dass sich die Stadt Gundelfingen ihrer Verpflichtungen bewusst sei. Zudem beteuert er, dass sich Stadtverwaltung und Stadtrat über die Notwendigkeit einer Feuerwehr im Klaren sind und dass zur Sicherung der hohen gemeindlichen Qualitäts- und Sicherheitsansprüche entsprechende Feuerwehr–Haushaltsmittel bereitgestellt werden müssen. Allerdings muss er die Hoffnung der Gundelfinger Feuerwehr, kurzfristig ein neues Gerätehaus beziehen zu können, zerschlagen, da die Machbarkeitsstudie für drei potentielle Standorte noch in vollem Gange sei und vieles hiervon nun mal abhänge. Das Anliegen des Gundelfinger Stadtrates sei es aber, kein Provisorium, sondern eine dauerhafte Lösung zu finden.

„Wir wissen, dass wir uns auf die Feuerwehr Gundelfingen verlassen können“, meinte Kreisbrandrat Frank Schmidt bei der Verleihung von Feuerwehrehrenzeichen für langfristige Zugehörigkeit. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Gerätewart Reinhard Hausmann mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Freistaates Bayern in Gold ausgezeichnet. Als zusätzliche Anerkennung erhielt er vom Freistaat Bayern hierfür einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt Thomas Seifried das silberne Ehrenzeichen des Freistaates Bayerns verliehen. Des Weiteren erhielten das Dienstaltersabzeichen für 20 Jahre aktiv geleisteten Feuerwehrdienst Mario Wegele und Matthias Waldenmayer. „Sie sind vorbildliche Kameraden in der Feuerwehrgemeinschaft“, betonte der Kreisbrandrat die Geehrten. Er gratuliert den neuen Kommandanten und wünscht ihnen ein glückliches Händchen in ihren neuen Aufgaben. Auch bedankt er sich bei allen Aktiven für ihren unermüdlichen Einsatz, durch welchen die Gundelfinger Floriansjünger bei ihm größtes Vertrauen genießen. Sein besonderer Dank gilt dem scheidenden Kommandant Michael Hirsch für seine langjährige Amtszeit und das freundschaftliche Miteinander. Mit Verleihung der Bandspange des Kreisfeuerwehrverbandes Dillingen in Gold würdigte er die Leistungen von Michael Hirsch. Zum Versammlungsabschluss konnte Vorstand Uwe Hartshauser Walter Stenke und Josef Gallenmüller für 40 Jahre, Andreas Waldenmayer sen. und Ehrenkommandant Anton Seifried für 50 Jahre sowie Werner Langenmayer für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit mit einem Präsentkorb sowie der Urkunde der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen ehren.

von links: Werner Langenmayer, Vorstand Uwe Hartshauser, Ehrenkommandant Anton Seifried, Josef Gallenmüller, stv. Kommandant Florian Grethlein, KBR Frank Schmidt, KBI Markus Tratzmiller, Mario Wegele, Matthias Waldenmayer, 2. Vorstand Tobias Tuschke, Michael Hirsch, Kommandant Michael Wohlhüter, KBM Klemens Kleiber, obere Reihe: Magdalena Hirsch, Thomas Seifried