Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen, Freitag 07.03.2014

Der geschäftsführende Vereinsvorstand Uwe Hartshauser eröffnete die Dienst- und Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen und begrüßte alle Vereinsmitglieder sowie die zahlreich anwesenden Gäste. Nach dem Totengedenken verlas Schriftführerin Magdalena Hirsch das Protokoll der letztjährigen Versammlung. In seinem Jahresbericht gab Uwe Hartshauser einen Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten des Vereins und seiner Mitglieder. Er berichtete über die vielfältigen Vereinsveranstaltungen u. a. die traditionelle Vatertagswanderung, die Bootstour im Naturpark Altmühltal, das Kinderferienprogramm, das Hüttenwochenende in Elbigenalp, die Jahresabschlussfeier, welche erstmals im Rahmen eines Oktoberfestes in der Stadelschenke durchgeführt wurde sowie die Teilnahme an den 150-Jahr-Feierlichleiten der Feuerwehren Dillingen und Höchstädt. Zum Abschluss seines Berichtes dankte er allen für den ganzjährigen unermüdlichen Einsatz.

 

Kommandant Michael Hirsch

Feuerwehrkommandant Michael Hirsch gab ausführlich Überblick über das Jahr 2013. Zu den 52 aktiven Feuerwehrmännern gesellten sich zum 31.12.2013 vier Frauen. Er berichtet, dass im Durchschnitt die Wehr 34 Jahre alt ist. Ein besonderes Augenmerk legte er auf den Fuhrpark, welcher im abgelaufenen Jahr in Eigenregie um einen Verkehrssicherungsanhänger ergänzt wurde. „Ich danke dem unermüdlichen Einsatz aller Helfer, die immer die notwendigen Fahrten, sowie die Prüf- und Arbeitsdienste leisten und so sicherstellen, dass die Fahrzeuge stets in Schuss sind", lobte der Kommandant. Aktuell stehe die Auslieferung des neuen Mehrzweckfahrzeuges als Ersatz für das Vorhandene, welches bereits 20 Jahre auf den Rädern hat, bevor. Auch auf die Einsätze im Jahr 2013 kam er zu sprechen. Insgesamt gab es 143 Einsätze, was glücklicherweise 82 weniger als 2012 waren! Davon rückte die Feuerwehr zu 16 Bränden, 71 Hilfeleistungen, 41 Sicherheitswachen und Absperrdiensten, aber auch zu 15 Fehlalarmen aus. Im abgelaufenen Jahr hob Hirsch besonders die Arbeiten in Zusammenhang mit den Hochwasserschutzmaßnahmen sowie den Einsatz in einem Gundelfinger Unternehmen hervor, wo heiß-flüssiges Aluminium aus einem Umschmelzofen ausgelaufen war. Aber auch die Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen forderten einiges von den Feuerwehrkameraden. Es gehe hierbei darum, das Gelernte und Geübte auf die konkrete Situation anzupassen und das stelle die Ehrenamtlichen jedes Mal vor neue Herausforderungen. Kommandant Hirsch nannte die beeindruckende Zahl von 5.096 Stunden für Einsätze, Ausbildungsveranstaltungen, Arbeitsdienste und vielem mehr. Das beweist, wie gut die Gundelfinger Feuerwehr für den Ernstfall gerüstet ist. Zum Abschluss seines umfassenden Tätigkeitsberichtes fasst der Gundelfinger Kommandant die Ergebnisse des durch die Stadt beauftragten Feuerwehrbedarfsplanes zusammen: da das derzeitige Feuerwehr-Gerätehaus nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften und den heutigen Anforderungen genügt, wird ein Neubau empfohlen. Aufgrund der vorhandenen städtischen Bebauungssituation und der Tatsache, dass die benachbarten Drehleiterfahrzeuge zu lange Anfahrtswege haben, kann der zweite Rettungsweg nur über ein stadteigenes Drehleiterfahrzeug sichergestellt werden. Ebenfalls wird in dem Gutachten empfohlen, zeitnah für das 23 Jahre alte Tanklöschfahrzeug, das 26 Jahre alte Löschfahrzeug sowie das Schlauchboot entsprechenden Ersatz zu beschaffen. 

Abschließend dankte Michael Hirsch allen Wehrleuten, ihren Familien, den Arbeitgebern und auch Bürgermeister Franz Kukla samt Stadtverwaltung. Dank und Anerkennung verdienen die Feuerwehrleute heutzutage umso mehr, als die allgemeinen Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Brandschützer immer schwieriger geworden sind. In diesem Zusammenhang appelliert er wiederholt an die Stadtverantwortlichen, sich bei der Mitgliederwerbung und Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Gundelfingen aktiv zu beteiligen - ggf. sind städtische Mitarbeiter zur Sicherstellung der Tagesalarmsicherheit zu verpflichten.

 

Jugendfeuerwehr

Jugendwart Tony Horsch berichtete von einer Gruppenstärke der Jugendfeuerwehr mit drei Mädchen und sechs Jungen, welche ganzjährig auf die aktive Feuerwehrtätigkeit vorbereitet werden. Als besondere Highlights erwähnte er die Übungseinsätze, den Wissenstest, das Kinderferienprogramm sowie den gemeinsamen Jahresabschluss. Für ihre hervorragende und vorbildliche Übungsteilnahme erhielten Laura Stutzmüller und Haseeb Ahmad die Ehrennadel der Gundelfinger Jugendfeuerwehr. Sein Dank galt allen unterstützend mitwirkenden aktiven Feuerwehr-Mitgliedern.

 

Kassenwart und Kassenprüfer / Entlastung Vorstandschaft

Kassenwart Sebastian Schaarschmidt legte den Anwesenden einen allgemein zufriedenstellenden Kassenstand dar, die Vorstandschaft wurde auf Antrag der beiden Kassenprüfer Josef Henkel und Christian Ranftler von der Versammlung entlastet.

 

Bürgermeister Franz Kukla

Im Grußwort erinnerte der 1. Vorsitzende, Bürgermeister Franz Kukla, dass die Feuerwehrdienste „zu jeder Tages- und Nachtzeit freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich ausgeübt werden“. Er nutzt die Gelegenheit, allen Angehörigen der Gundelfinger Wehr für ihr ehrenamtliches Engagement, ihren unermüdlichen Einsatz rund um die Uhr zum Wohle der Gemeinschaft zu danken. Die Feuerwehr ist eine unverzichtbare Einrichtung der Stadt und aus dem Stadtleben nicht wegzudenken. Ihre Einsätze bei Bränden, Hilfeleistungen, Sicherheitswachdiensten und anderen Anlässen zeigen, dass eine Feuerwehr dringend gebraucht wird, aber auch, dass sie eine hervorragende Arbeit leistet. Das ist schon bemerkenswert! Auch für die Zukunft brauche man eine modern ausgestattete Feuerwehr. Es ist eine Kernaufgabe der Stadt, für eine den Anforderungen gerecht werdende technische Ausrüstung und Unterbringung der Feuerwehr Sorge zu tragen. Dies war mit ein Grund, einen neutralen Feuerwehrbedarfsplan erstellen zu lassen. Bürgermeister Kukla informiert, dass die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes vom Stadtrat weiter verfolgt und zu einem noch festzulegenden Termin- und Finanzierungsplan abgearbeitet wird. Die Dringlichkeit einer Gundelfingen-eigenen Drehleiter ist im Feuerwehrbedarfsplan ausgiebig begründet und wird im neu gewählten Stadtrat behandelt.

 

Kreisbrandinspektor Markus Tratzmiller

In seinen Grußworten dankte Kreisbrandinspektor Markus Tratzmiller dem gesamten Führungsstab der Gundelfinger Feuerwehr für die ganzjährig gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Die Feuerwehr Gundelfingen ist immer eine gute Adresse bei Schulungsveranstaltungen und als Ausbildungsort. Die Stadt Gundelfingen kann auf die Mitglieder ihrer Feuerwehr stolz sein. Er hofft, dass sich die Gundelfinger Bevölkerung der Bedeutung bewusst ist, eine schlagkräftige und motivierte Feuerwehr vor Ort zu haben. Tratzmiller informierte über den aktuellen Stand der Digitalfunkeinführung im Landkreis Dillingen bzw. im Netzabschnitt Schwaben-Nord; es wird damit gerechnet, dass bis Mitte März der Zuschlag für die Beschaffung der Endgeräte erteilt werden kann und die erforderlichen Endgeräte termingerecht zum Beginn des erweiterten Probebetriebs zur Verfügung stehen werden. In seinen Abschlussworten dankte er allen Gundelfinger Kameradinnen und Kameraden für das tolle Miteinander.

 

Satzungsänderung / Neuwahlen

Vereinsvorsitzender Kukla erläuterte einleitend die Gründe, warum der Bürgermeister nicht zwingend Vereinsvorstand sein müsse: dies rühre aus überalteten Vorstellungen. Vielmehr hoffe er mit neuen Strukturen auf die Chance, Menschen jüngeren Alters fürs Ehrenamt zu motivieren. Die erforderliche Satzungsänderung wurde mehrheitlich beschlossen. Die anschließenden Wahlen brachten folgendes Ergebnis: neuer Vorstand des Feuerwehrvereins ist Uwe Hartshauser, als sein Stellvertreter wurde Michael Wohlhüter gewählt. Bestätigt wurden in ihren Ämtern die Beisitzer in der Vorstandschaft Paul Hopf und Reinhard Hausmann. Ebenso nahmen die beiden Kassenprüfer Josef Henkel und Christian Ranftler ihre Wiederwahl an.

 

Ehrungen

Für zehnjährigen aktiven Feuerwehrdienst wurde der stellvertretende Kommandant Michael Wohlhüter, für 20-jährigen aktiven Dienst Stephan Böswald und Johann Winkler sowie für 30 Jahre aktiven Dienst Karlheinz Thurnwald. Das SILBERNE Ehrenzeichen der Bayerischen Staatsregierung für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Thomas Baur aus der Hand von Kreisbrandinspektor Markus Tratzmiller.

Von Neuvorstand Uwe Hartshauser erhielt Hermann Steidle für 40 Jahre, Walter Mannes und Paul Hopf für 50 Jahre Vereinstreue einen Geschenkkorb überreicht sowie eine Urkunde der Freiwilligen Feuerwehr Gundelfingen verliehen. Der nicht mehr zur Vorstandswahl kandidierende Bgm. Kukla wurde ebenfalls durch Uwe Hartshauser mit einem Präsent geehrt.

Im Bild (von links): Bürgermeister Franz Kukla, Kommandant Michael Hirsch, Thomas Baur, stv. Kommandant Michael Wohlhüter, Paul Hopf, Walter Mannes, Hermann Steidle, Vorstand Uwe Hartshauser.