Brandschutzwoche 2015: Brandeinsatz in der Gundelfinger Gartenbauzentrale Main-Donau eG

Vergangen Dienstag, 29.09.2015 übten die Freiwilligen Feuerwehren Gundelfingen, Peterswörth, Bächingen sowie die Werkfeuerwehr Gartner gemeinsam in der Gartenbauzentrale Main-Donau eG, Bächinger Str. 75, 89423 Gundelfingen. Als Übungslage war die Verpuffung in der Verpackungsanlage mit starker Rauchentwicklung und mehreren vermissten Personen angenommen worden. Nach der Sirenenalarmierung rückten 65 Aktive zur gemeinsamen Übung in die Hallen der Gartenbauzentrale aus. Unter Beobachtung von Bürgermeister Franz Kukla, Kreisbrandinspektor Markus Tratzmiller, Kreisbrandmeister Klemens Kleiber und Kommandant Michael Hirsch wurde durch Einsatzleiter Michael Wohlhüter den angerückten Einsatzkräften die verschiedenen Aufgaben zugeteilt. Die Feuerwehren Gundelfingen, Bächingen sowie die Werkfeuerwehr Gartner wurden zur Personenrettung mit schwerem Atemschutz und Brandbekämpfung innerhalb der Hallen eingesetzt. Zwei Personen konnten im Bereich der künstlich verrauchten Verpackungsanlage aufgefunden und aus dem Gebäude gerettet werden, sie wurden zur weiteren Betreuung an die eingerichtete Verletztensammelstelle gebracht. Eine dritte Person, welche in der Stresssituation des angenommen Einsatzgeschehens aufgeregt das Gebäude verlassen hatte, konnte im Außenbereich festgestellt und entsprechend betreut werden. Während der Lösch- und Rettungsarbeiten bauten weitere Kräfte der Gundelfinger Feuerwehr zusammen mit der Feuerwehr Peterswörth eine Wasserversorgung über eine ca. 450 m lange Schlauchleitung von der Brenz auf, da davon ausgegangen werden musste, dass die Versorgung des öffentlichen Hydrantennetz für einen Löscherfolg des Gebäudebrandes nicht ausreicht. Zur erfolgreichen Abarbeitung des Übungsszenario wurden drei Einsatzabschnitte gebildet: Personenrettung, Brandbekämpfung und Löschwasserversorgung.

Nachdem alle beteiligten Feuerwehren bereits mit dem neuen Digitalfunk ausgestattet sind, konnte bei der Übungslage und Bildung der Einsatzabschnitte ein spezielles Augenmerk darauf gelegt werden.

Bei der abschließenden Übungsbesprechung wurde gemeinsam festgestellt, dass die Zusammenarbeit der vier beteiligten Feuerwehren mit den 65 aktiven Feuerwehrlern und zehn Einsatzfahrzeugen gut geklappt hat und es eine gelungene Alarmübung war, wobei Kleinigkeiten in weiteren Übungen optimiert werden können. Die eingesetzten Kräfte waren rechtzeitig mit ausreichend vielen Kräften vor Ort. Feuerwehrtechnisch stellen derart große Objekte immer einen besonderen Reiz dar, da sie sind auf den ersten Blick unübersichtlich sind und die vorgehenden sich zunächst orientieren müssen, um dann mit systematischem Vorzugehen den Einsatzerfolg sicherstellen zu können. Auch die neue Funktechnik stellt eine Verbesserung für die Abwicklung derartig großer Einsatzlagen dar.

Nach den Anstrengungen der Einsatzübung und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft aller beteiligten Wehren wurde zum gemütlichen Übungsausklang ins Gundelfinger Gerätehaus geladen (him).