Übung zur Brandschutzwoche 2018

Am Montag, den 17.09., ertönten um 19:12 Uhr über Gundelfingen, Echenbrunn und Peterswörth auf einmal gleichzeitig die Sirenen. Was war passiert? Gibt es einen Großbrand in Gundelfingen? Müssen die Gundelfinger Wehrmänner, wie es bereits 2-mal dieses Jahr der Fall war, bei einem Großbrand in einer Nachbargemeinde helfen? Diese Fragen stellten sich sicherlich viele Gundelfinger Bürger an diesem Abend. Und nicht nur diese, auch die Feuerwehrmänner selbst wussten nicht was geschehen ist. Erst beim Eintreffen im Gerätehaus erfuhren die Floriansjünger, dass es sich um eine nicht angekündigte Übung im Rahmen der Bayr. Feuerwehraktionswoche handelt. Angenommen wurde ein Großbrand in einem Industriegebäude des Sägewerks Sailer in der Xaver-Schwarz-Straße mit mehreren vermissten Personen. Kurz nach Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Gundelfingen begannen die Atemschutztrupps mit der Suche nach den vermissten Personen in der verrauchten Halle. Währenddessen wurde in- und außerhalb der Halle der Löschangriff vorbereitet. Die ebenfalls angerückten Kameraden aus Echenbrunn und Peterswörth, sowie weitere Einheiten aus Gundelfingen, bekamen vom Einsatzleiter den Auftrag, die Versorgung mit Löschwasser an der Einsatzstelle sicherzustellen. Hierzu wurde u.a. eine ca. 450 m lange Schlauchleitung zur Brenz verlegt sowie Leitungen an das öffentliche Hydranten-Netz angeschlossen. Die Gundelfinger Drehleiter wurde vorsorglich neben der Halle in Stellung gebracht, um ein überspringen des angenommenen Feuers auf die benachbarte Halle zu verhindern. Zur Unterstützung des Einsatzleiters rückte im weiteren Übungsverlauf die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UgÖEL) des Landkreises Dillingen an. Unter Aufsicht von Kommandant Michael Wohlhüter, Kreisbrandinspektor Markus Tratzmiller, Kreisbrandmeister Klemens Kleiber, Ordnungsamtsleiter Nikolaus Mayr und Gundelfingens Bürgermeisterin Miriam Gruß arbeiteten die ca. 60 Übungsteilnehmer alle im Übungsszenario gestellten Aufgaben ab, bis ca. 1 Stunde nach Alarmierung „Feuer aus“ und Übungsende gemeldet werden konnte. Anschließend gab es im Gundelfinger Gerätehaus eine kurze Auswertung des Übungsverlaufes. Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeisterin Gruß im Namen der Stadt, des Stadtrates sowie der Bevölkerung bei den Feuerwehrfrauen und –männern für deren ehrenamtlichen Dienst und auch bei deren Familien, die wieder mal kurzfristig auf ihre Lieben verzichten mussten. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön der Fa. Sailer, dass diese ihr Firmengelände für die Übung zur Verfügung stellte.